Für mehr Bildungsgerechtigkeit

Am 18. Januar 2021 hat der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) mit den Landkreisen und kreisfreien Städten Vereinbarungen für einen zukunftsfesten ÖPNV getroffen. Diese Vereinbarung beinhaltet, dass zum Schuljahr 2021/22 – also ab August – das Bildungsticket eingeführt wird.

Chemnitz an einer Haltestelle: Aufnahme privat

Das Bildungsticket ist für alle Schüler*innen und Schüler verfügbar, kostet maximal 15 Euro/Monat und ist verbundweit gültig.

Das bereits eingeführte Azubi-Ticket für Berufsschüler*innen bleibt bestehen.

ausführliche Informationen zum Bildungsticket gibt es hier

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Sprecher für Verkehrspolitik, am 21. Juli 21 im Landtag in der Aktuellen Debatte „Für Schule, Freizeit und Wochenende – endlich kommt das Bildungsticket“:

Homann: Die SPD ist schuld… am Bildungsticket

„Ja, wir Sozialdemokrat*innen bekennen uns schuldig. Wir sind schuld daran, dass es in Sachsen ab dem 1. August dieses Jahrs ein Bildungsticket gibt. Ja, wir bekennen uns schuldig, dass wir eines unserer zentralen Projekte der letzten Jahre umsetzen“, so Henning Homann in der Debatte zum Bildungsticket heute im Landtag. „Die SPD trägt die Verantwortung dafür, dass ab dem ersten August in Sachsen alle Schüler*innen kostengünstig für 15 Euro im Monat mobil sein können – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über.“

Homann legte zudem den Fokus auf die Perspektive junger Menschen und die Entlastungen für Familien: „Die jungen Menschen können selbst entscheiden, wann und wo sie sich hinbewegen. Sie müssen nicht mehr die Eltern fragen, ob sie nochmal drei Euro für den Bus bekommen können, wenn das Taschengeld alle ist. Das Bildungsticket ist zudem in vielen Fällen günstiger und weitreichender als die bestehenden Karten und entlastet Familien aufgrund des ausgeweiteten Angebots auch organisatorisch.“

Nicht zuletzt ist das Bildungsticket ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende: „Was könnte es Besseres geben, als junge Menschen bereits zu ihrer Schulzeit für den Nahverkehr zu begeistern? Was könnte es Besseres geben, als eine Flatrate, mit der junge Menschen nicht nachdenken müssen, ob sie jetzt in den Bus einsteigen können oder nicht, ob sie sich das leisten können oder nicht. Sondern einfach einsteigen und mit dem Bus oder mit der Bahn fahren können. So geht sozial gerechter Klimaschutz.“

Abschließend dankte Homann allen, die an der Realisierung des Bildungstickets beteiligt waren: „Wir haben lange dafür gekämpft, dass aus diesem Projekt der SPD ein Projekt dieser Koalition und auch der Landrät*innen geworden ist. Wir haben uns in einem gemeinsamen Kraftakt, und da gilt der besondere Dank Verkehrsminister Martin Dulig, auf einen Weg begeben können, in diesem doch etwas komplizierten System des öffentlichen Nahverkehrs dieses Bildungsticket umzusetzen.“