Im Kriegsgefangenenlager Zeithain starben ca. 30000 Menschen; überwiegend Rotarmisten, aber auch Italiener und Polen.

Foto: Frank Berger

Im sächsischen Zeithain ringt ein Verein seit 2010 um einen Lehrpfad, der an das Schicksal der Kriegsgefangenen erinnern soll. Es ist nicht einfach, dabei alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Der Journalist Henrik Lasch hat hierzu einen beeindruckenden Beitrag im ND veröffentlicht. Mehrfach hat er sich darin auch auf Frank Richter bezogen.

hier der link zum Artikel von Hendrik Lasch im ND

„Frank Richter würde es begrüßen, wenn Bewegung in die Angelegenheit kommt. Das einstige Kriegsgefangenenlager in Zeithain habe »eminente und auch nationale Bedeutung«, sagt er: wegen der hohen Zahl an Opfern, wegen ihrer internationalen Herkunft, aber auch, weil über Kriegsgefangenenlager, anders als über Konzentrationslager, noch zu wenig bekannt sei. Bisher gibt es keine nationale Gedenkstätte zu diesem Thema. Derzeit wird die Gedenkstätte Stalag 326 im westfälischen Holte-Stukenbrock als Anwärter gehandelt. Die nicht weniger bedeutsame Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain, so merkt man dort zerknirscht an, sei von einer solchen Prominenz weit entfernt; sie erhalte nicht einmal Fördergeld vom Bund – als einzige Gedenkstätte unter dem Dach der sächsischen Stiftung.“

Hier heißt es nun unbedingt: Dran bleiben. Es gibt endlich Bewegung und Hoffnung in dieser wichtigen Angelegenheit.