Radebeuler couragepreis e.V. verurteilt Äußerungen des Preisträgers Jushkow

Artikel in der Sächsischen Zeitung online vom 17.12.2020

Der russische Bürgerrechtler und Öko-Aktivist Roman Juskow erhielt 2006 für sein Engagement den radebeuler couragepreis. Inzwischen ist Herr Jushkow wiederholt mit äußerst fragwürdigen und völlig inakzeptablen Äußerungen in Erscheinung getreten. Mehrfach trat er in letzter Zeit u.a. mit antisemitischen Parolen, rassistischen Gedanken, homophoben Rede, sowie Holocaust leugnenden Aussagen in die Öffentlichkeit. 

Der radebeuler couragepreis e.V. hat sich seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Preisträger aus dem Jahre 2006 Roman Jushkow intensiv mit dem Fall beschäftigt. Die dabei zu Tage getretenen Erkenntnisse haben uns zutiefst erschüttert und stoßen im Verein auf große und einmütige Abscheu. Wir distanzieren uns ganz entschieden von rechtsextremen. antisemitischen und menschenverachtenden Äußerungen. Solche Positionen sind mit unserem Verein, dessen Anliegen und Satzung absolut unvereinbar. 

Zurzeit prüft der Vorstand, ob eine Aberkennung des Preises rechtlich möglich ist. Unsere Vereinssatzung enthielt bisher keine ausdrückliche Regelung zur Aberkennung eines einmal verliehenen Preises. Sollte eine solche rechtlich möglich sein, wird der Vorstand der Mitgliederversammlung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. 

Der radebeuler couragepreis e.V. distanziert sich unmissverständlich, öffentlich und detailliert von den in Rede stehenden Äußerungen Roman Jushkows.

Radebeul, 17.12.2020

Frank Richter                                              Annegret Fischer

Vorsitzender                                                Stellv. Vorsitzende